Startseite > Uncategorized > Scroll-Groll

Scroll-Groll

Die Scrolledition von WELT KOMPAKT hat unglaublich viel Staub aufgewirbelt. Auch mein Fazit in der Zeitung am Tag danach hat für viele Missverständnisse gesorgt: „Heute erscheint WELT KOMPAKT wieder in bewährter Form. Die meisten von Ihnen werden erleichtert sein. Wir sind es auch.“ Zum besseren Verständnis: Wir hatten harte Tage und Nächte der Vorbereitung, auch der Produktionstag war sehr intensiv und dann kam auch noch der verspätete Bundespräsident. Am Erscheinungstag der Scrolledition dann die Reaktionen. Lob war spärlich, weder unser Mut, unsere Entschiedenheit anders zu sein, noch der Versuch an sich wurde respektiert. Hatte ich auch nicht erwartet. Trotzdem schlaucht das. Dazwischen ein Interview nach dem anderen mit Mediendiensten, dpa, Radio, Fernsehen. Ich war am Donnerstag Nachmittag einfach froh, dass wir es hinter uns hatten und habe in diesem Gefühl der Erleichterung das Fazit vielleicht etwas eilig runter geschrieben. Wie nach einem großen Spiel mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Nicht weil das Projekt schlecht gelaufen ist, sondern ich mit meinen Kräften am Ende war.
Die Kräfte sind inzwischen zurückgekehrt. Ich liebe die Scrolledition und es wird weitergehen. Wir haben gelernt. Es geht nicht einfach so aus dem Stand, es muss sich entwickeln. Neue Ideen sind da. Das nächste Mal wird es noch besser. Danke an alle Beteiligten. Dank für die konstruktive Kritik.

Advertisements
Kategorien:Uncategorized
  1. 6. Juli 2010 um 6:02 pm

    Also ich wiederhol mich gern wenn ich sage das es mir gefallen hat und ich die Idee sehr gut fand und auch die Umsetzung ganz gut war. Aber damit stehe ich wohl etwas alleine da. Ich hatte den letzten Satz in dem Artikel auch so verstanden wie wer gemeint war, den ich kann mir gut denken das es wahnsinnig anstrengend und nervenaufreibend ist wenn’s mal ganz anders läuft als sonst, das ist eigentlich in jeden Job so. Die zurück geforderten 70 Cent fand ich lächerlich, der hat offenbar sonst keine Probleme im leben. Soll er froh sein dass es bei den 70 Cent geblieben ist, andere Verlage schlagen gerne was beim Preis drauf wenn’s eine Sonderausgabe gibt. Es gibt halt immer wieder/noch Menschen die nicht wissen welcher Arbeitsaufwand hinter einem Produkt steckt, besonders im Bereich Medien & IT

    MfG, der kleine Tim

  2. 7. Juli 2010 um 9:36 am

    Da ich meinen Senf bisher nur im Bekanntenkreis dazugegeben habe, kommt jetzt das ganze mal öffentlich heraus. Ich muss gestehen, auch mir hat die Edition ansich nicht sonderlich gut gefallen, ob auf Grund der Texte oder (sehr subjektiv gesehen) der Anordnung und graphischen Aufstellung wegen.

    Was ich aber WOM-mäßig gelobt habe, ist der Mut und das konsequente Durchsetzen von neuen Vorstellungen und Medienverbindungen. Ich mag die Idee der Welt Kompakt sowieso: die Verknüpfung des „alten“ Mediums Zeitung mit den neuen Möglichkeiten der technologischen Welt. (Lediglich die immer wieder auftretenden kleineren Qualitätsmängel nerven manchmal.) In diesem Rahmen fand ich die Umsetzung einer Blog-Scroll-Edition nicht nur mutig, sondern einfach konsequent und richtig und ich weiß, dass ich mit dieser Meinung nicht allein darstehe.

    Also, lieber Frank Schmiechen, es ist doch auch ein bekanntes Phänomen, dass die Leute sich schneller negativ äußern, als positiv (und das noch extremer im Social Web). Und aus den Reaktionen wird deutlich, welche Erwartungen an das Projekt gestellt worden sind. Auch wenn diese anscheinend nicht vollständig erfüllt wurden, so war das Interesse und die Aufmerksamkeit doch enorm – und auch dies möchte man ja nunmal mit einem Medium erreichen. Also Kopf hoch, Gratulation zu viel Mut und Fleiß und nächstes Mal müssen eben einige der Problemfaktoren ausgemerzt werden. Ich jedenfalls würde mich über ein nächstes Mal freuen.

    Viele Grüße
    Hillevi Lausten

  3. 7. Juli 2010 um 9:41 am

    Hey Kollege,
    nix für ungut – ich gehöre auch zu denen, die sich ein wenig lustig gemacht haben: http://twentyfirstcenturycat.wordpress.com/
    Als gelernte (Print)-Journalistin weiß ich: Gute Vorbereitung ist die halbe Ausgabe. Trotzdem willkommen in der Welt der Blogger! Als eine, die engagiert Anteil nimmt – siehe auch http://catinnovations.wordpress.com
    wünsche ich Ihnen eine intensive Lernphase und wenige shitstorms. An die gewöhnt man sich – mein bester Tipp: Don’t feed the trolls.
    Grüße aus München!

  4. 8. Juli 2010 um 1:15 pm

    Mir hat es auch sehr gefallen. Klar hätte ich gerne mehr Zeit gehabt und mehr Spontanes gemacht. Und ich hatte es mir auch ein wenig anders vorgestellt. Und ich hätte gerne bis morgens um vier gefeiert 🙂
    Aber mein Fazit fällt trotzdem positiv aus: tolle Erfahrung! Danke!

  5. freakworldwide
    8. Juli 2010 um 3:18 pm

    wenn springer und die „welt“ im besonderen nicht weiterhin so rechten bockmist publizieren würde, würde auch ab und zu ein lob rüberkommen.

    schlechter journalismus bleibt schlechter journalismus. für den man sich gerne schämen darf. proamerikanische und proisraelische propaganda vom feinsten, für was anderes steht springer doch nicht mehr. achso, hetzerische titel inclusive.

    ich will journalist werden wenn ich groß bin, aber NICHTS auf dieser welt würde mich dazu bringen, auch nur in der nähe vom springerverlag anschaffen.. ääähh.. arbeiten zu gehen. da könnte ich gleich auf die straße rennen und moslems erschießen.

    ich werde ihren blog mit wonne verfolgen, ich wollte immer mal sehen, wie so die psyche eines menschen sein muss, der für springer arbeitet.

    mit besten grüßen
    ihre zielgruppe

  6. Hillevi
    8. Juli 2010 um 4:01 pm

    Wow . wie einfach man sich doch mit einem Kommentar ins Abseits schießen kann!

    ich will journalist werden wenn ich groß bin, aber NICHTS auf dieser welt würde mich dazu bringen, auch nur in der nähe vom springerverlag anschaffen.. ääähh.. arbeiten zu gehen. da könnte ich gleich auf die straße rennen und moslems erschießen.

    Kritik: schön und gut. Ketzerischer Bockmist inklusive peinliche Verallgemeinerungen: traurig. Sehr traurig. Und ich bin sowas von NICHT von Springer und trotzdem macht mich das echt wütend.

  7. 8. Juli 2010 um 4:05 pm

    @freakworldwide Ich weiß, dass Sie von mir keinen Ratschlag annehmen werden – trotzdem: Wenn Sie wirklich Journalist werden wollen, sollten Sie in der Lage sein, Ihre Vorurteile und Ihr fest gefügtes Weltbild immer wieder in Frage zu stellen. Wenn Sie das nicht können, werden Sie Schwierigkeiten in diesem Beruf bekommen. Man muss mit den Zeitungen unseres Hauses nicht immer einer Meinung sein, aber man sollte abweichende Meinungen zumindest ertragen können.
    Haben Sie mal die WELT gelesen? Machen Sie doch mal. Die ist viel besser als Sie denken. Versprochen. Ich lese gerne Zeitungen, die andere Meinungen als meine eigene vertreten. Macht den Kopf frei.
    Beste Grüße!

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: