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Ich mag das

Nein! Ich brauche keinen „dislike“-Button. Ich brauche auch keine „fail“-Tweets. Hilfe! Es reicht mir, dass meine Friseuse mit einmal im Vierteljahr erzählt, was sie alles nicht mag. Sie mag eigentlich alles nicht: den Kaffee, die Nachbarschaft, die Leute, die Preise, die Frisuren, das neue Einkaufszentrum, das Internet, den neuen Billig-Friseur, ihren Mann, ihre Tochter, Berlin, Steglitz, den Osten, den Westen, was die Kunden erzählen, die Sonne, den Regen, den Winter, den Sommer, den Job, diese komische neue Musik, die Autos, die Zeitungen, das Fernsehen, das ganze Leben da draußen und drinnen. Schon klar. Ist ja auch hart.

Ich will wissen, was gut ist. Was meine Freunde mögen, lieben, kaufen, begehren, wofür sie sich begeistern. Was habe ich verpasst? Welche Musik sollte ich unbedingt hören? Welchen Wein trinken? Mich interessiert es nicht, dass ihr dieses neue Buch, über das alle reden, ablehnt. Ich will wissen, was ich lesen muss. Es ist so leicht, alles mies zu finden. Vor allem Ideen von anderen. Es ist so schwer, sich für etwas zu begeistern. Sich zu verlieben, sich für etwas einzusetzen. Ich weiß. Aber ich mag das.

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Kategorien:Uncategorized
  1. 7. Juli 2010 um 12:00 pm

    Und wo ist jetzt unter diesem Post der Like Button?

  2. 7. Juli 2010 um 12:14 pm

    Ein sinnvoller Kommentar. Ich sehe es auch so, dass ein Dislike absolut überflüssig ist. Zudem ist es doch so, dass bestimmte Dinge einfach auch nur bestimmte Leute ansprechen. Ein Produkt wird nur von einer bestimmten Menge Leute gekauft, obwohl es knapp 7 Milliarden Menschen gibt, die es rein theoretisch kaufen könnten. Da interessieren mich doch bei 2 Millionen „Fans“ und nicht die 6,8 Milliarden Dislikes. Klar, wenn jemand einen konkreten Grund hat, mir von etwas abzuraten, weil beispielsweise die Verarbeitung eines Kleidungsstücks nicht gut ist, oder ein Bier einen zu herben Geschmack hat (und derjenige weiß, dass ich das nicht mag), dann kann er mir das sagen. Aber dafür braucht es doch keinen Dislike-Button. Sondern nur eine kurze Nachricht. Und die steht ja jedem offen. Und ich würde mich freuen, wenn er diese gleich nutzt, mir mitzuteilen, was er als Alternative empfiehlt, damit ich gleich wieder was entdecken kann. So wie Sie es ja auch ganz treffend geschildert haben.

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